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Auf dem Adamweg zum Falkenstein

Eine Schneeschuhtour auf den dritthöchsten Berg im Nationalpark Bayerischer Wald

Ausgangspunkt ist die kleine Ortschaft Zwieslerwaldhaus, 10 km nördlich der Stadt Zwiesel. Am Ortsrand stehen am Parkplatz P1 ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Gegenüber bringt uns zunächst der Schillerweg, auf einer breiten Forststraße, nur gemächlich ansteigend, in den Wald. Unsere Tour ist bis zum Gipfel mit dem Zeichen „Eibe“ markiert. Bereits nach ca. 500 Meter verlassen wir die Straße und unsere Route schwenkt nach links auf einen schmalen Pfad. Ein kleines Stück folgen wir wenig später wieder einem Wirtschaftsweg um aber bald nach rechts weiter in den Wald einzutauchen. (km 0,8). Wir überqueren die Falkensteinerstraße (km 1,8) und in der Nähe des laut tosenden Großen Steinbachs schwenkt der Weg hart nach rechts (km 2,0). Gleichmäßig ansteigend und ohne große Richtungsänderungen bringt uns nun der Adamsteig durch den Bergmischwald hinauf zu den Felsen unterhalb des Kleinen Falkensteins. Bei Kilometer 3,0 schwenkt die Route, nahezu in einer 180 Grad Kehre nach Norden und nach weiteren 300 Metern stehen wir knapp unterhalb des Gipfels des Kleinen Falkensteins. Das kurze Stück hinauf auf die Felsenkuppe lohnt sich (km 3,4), die Aussicht hinab ins Tal und hinüber zum Großen Falkenstein ist phantastisch. Vorsichtig müssen wir über die Felsengruppe zurück zur Wendeplatte der Forststraße und direkt gegenüber geht es durch lichten Hochwald weiter nach oben. Nach nicht ganz 600 Metern ab dem Kleinem Falkenstein erreichen wir eine weitere Straße, welcher wir bis in den Gipfelbereich folgen. Der höchste Punkt des Großen Falkenstein mit seine 1315 m ü. N.N liegt weiter östlich, aber der markante Aussichtsfelsen mit dem Gipfelkreuz befindet sich westlich vom Schutzhaus (km 4,3). Auffällig ist das schmucke Gipfelkreuz. Ein aus Lesesteinen gemauerter Sockel trägt ein Metallkreuz in dessen Zentrum sich eine Kristallglaskugel befindet. Auf dem kleinen Plateau hat man eine großartige Aussicht. An klaren Tagen reicht der Blick von Großglockner und Watzmann im Süden über Arber und Osser mehr im Westen und Norden bis weit hinein ins Böhmische Becken. Das 1932 errichtete Schutzhaus lädt zur Rast ein. Es ist in den Wintermonaten von Mitte Januar bis Mitte März nur an den Wochenenden geöffnet. Freitag, Samstag und Sonntag von 10.00-17.00 Uhr und beim Tourengeher-Stammtisch immer samstags bis 22.00 Uhr. Unser Abstieg führt uns über den Ruckowitzschachten. Nur ein kleines Stück folgen wir der Falkensteiner Straße wieder in die Richtung aus welcher wir aufgestiegen sind. Fast bescheiden drückt sich die 1987 errichtete Kapelle an einen Felsen, sie ist dem hl. Franziskus geweiht und wurde vom Naturpark Bayerischer Wald errichtet. Bereits nach 100 Meter vom Schutzhaus, führt uns der Goldsteig in nordöstliche Richtung (km 4,5) und begleitet uns bis ins Tal. Bald erreichen wir die große, ausgeräumte Windwurffläche die den Blick bis hinüber zum Künischen Gebirge mit Zwercheck und Osser freigibt. Schnurgerade führt der sanft absteigende Pfad nach Nordosten bis zu einer Wegkreuzung (km 5,1). Hier halten wir uns links, kommen am Windwurferlebnisweg vorbei und zuletzt, steiler abfallend, erreichen wir den Ruckowitzschachten (km 6,6). Der ungewöhnliche Name stammt wahrscheinlich von der verschliffenen Dialektbezeichnung für eine Wiese am Bergrücken. Die 16,9 Hektar große ehemalige Bergweide wurde bereits vor 1613 angelegt, dies belegen Dokumente über Streitigkeiten zu den Nutzungsrechten aus jener Zeit. Die Beweidung wurde 1962 eingestellt aber im Jahre 2014 mit sieben Stück Rotem Höhenvieh wieder eingeführt. Heute dient dies im Sommer nicht im wesentlichen zur Aufzucht der Tiere, vielmehr soll untersucht werden, ob die Beweidung sich positiv auf die Flora des Schachten auswirkt. Auf dem Schachten überqueren wir eine Forststraße, kreuzen eine weitere nach einer schwungvollen Kehre erreichen wir das Urwaldgebiet Mittelsteighütte (km 9,1). Seit 1761 wurde diese Fläche kaum genutzt und bereits 1914 zum Schongebiet erklärt. 1939 wurde es Naturschutzgebiet und gehört seit 1997 zum Nationalpark Bayerischer Wald. Die vielen umgestürzten Urwaldriesen vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre beim Durchwandern. Kurz vor der Ortschaft schwenken wir nach links (km 9,7) und der Böhmweg bringt uns zum Ausgangspunkt zurück (km 10,6).



Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite



Länge ca.: 10,6 km
Summe Steigungen: 428 m
Höchster Punkt: 1315 m

GPX-Datei zur Route als Zip-File zum download:
31_Falkenstein.zip





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
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