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Über´s Lohberger Steindl zum Großen Osser

Altlohberghütte - Lohberger Steindl - Großer Osser - Altlohberghütte

Ausgangspunkt ist die kleine Ortschaft Altlohberghütte. Sie ist mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar. Zieht man den PKW vor, befindet sich an der Abzweigung von der Staatsstraße 2154 nach Altlohberghütte ein großzügiger Wanderparkplatz. Von dort sind es nur ca. 500 m durch den Ort und hinauf zum Hotel „Kapitän Goltz“, wo sich auch die Bushaltestelle befindet.
Die Route ist zunächst mit "Lo8" markiert. Steil und anfangs in nahezu gerader Linie, führt der Weg hinauf. Nach ca. 850 m erreichen wir eine Forststraße, der wir nur ein kleines Stück, ca. 200 m weit, nach Nordwest folgen. Nach dieser kurzen Verschnaufpause queren wir nach Norden in den Hang hinein, weiter der Markierung "Lo8" folgend. Unvermittelt stehen wir nach nicht ganz 400 Metern von der Forststraße entfernt, vor einer imposanten, überhängenden Felswand. Sie ist im unteren Teil mit gelben Schwefelflechten überzogen. Am Massiv entlang führt uns der Weg weiter nach oben, wo ein kleiner Pfad auf den Felskopf des Lohberger Steindls hinaufführt. (km 1,4) Die Sicht hinüber auf den Höhenzug vom Eck zum Großen Arber und in das Tal des Lamer Winkels, ist traumhaft. Auch unser Ziel, der Große Osser, ist von der Felskante aus zu sehen.
Lohberger Steindl Nach einer wohlverdienten Rast führt unser Steig entlang einer von Sturm Kyrill im Jahr 2007 verur-
sachten Windwurffläche, weiter hinauf zum Grenz-
kamm. In der Nähe des Malý Kokrháč, wie die kleine Felsspitze im Tschechischen genannt wird, erreichen
wir die Staatsgrenze. In der Karte ist keine deutsche Bezeichnung für das 1189 m hohe Felsgebilde angegeben. Herleiten könnte man das Verb „krähen“ (krähen – kokrhat). Vielleicht haben unsere Nachbarn den Namen aufgrund der Form der Felsen gewählt, welche aus der Ferne an einen Hahnenkamm erinnern. (km 2,2) Den steilsten Anstieg unserer Tour haben wir jetzt geschafft. An den weiß blauen Pfosten entlang, Richtung Nordwest, bringt uns der Grenzsteig immer weiter hinüber zum Osser. Beim großen Haupt-Grenzstein mit der Nummer 24 (km 3,4) lohnt sich ein Abstecher hinunter zum nahen Sesselplatz. Die 2,77 ha große, freie Fläche wurde früher als Viehweide genutzt, ähnlich den Schachten zwischen Falkenstein und Rachel. Sie gehört einer sechsköpfigen Eigentümergemeinschaft aus Lohberg, welche sich die Benutzungsrechte teilen und war schon in alten Landkarten aus dem Jahr 1835 eingezeichnet. Heute ist sie als Biotop ausgewiesen und wird nicht mehr beweidet, der offene Charakter jedoch durch Pflegemaßnahmen bewahrt. Unsere Route führt weiter an der Grenzlinie entlang. Nach einem steileren Anstieg mit ca. 80 Höhenmetern türmt sich bald danach linker Hand ein Felsenriff auf, das uns eindrucksvoll begleitet. Plötzlich verschwindet die Barriere für ein kurzes Stück und ein Durchschlupf auf die Südseite des Bergrückens tut sich auf. (km 4,6) Dort kommt auch der Goldsteigzubringer, bzw. der Wanderweg "Lo1" aus Lohberg herauf, dem wir weiter bis zum Großen Osser folgen. Osser Die Aussicht vom Gipfelfelsen des Großen Osser ist einmalig. (km 4,9) Bei entsprechend klarer Sicht reicht der Blick vom Erzgebirge im Norden bis zu den Alpen im Süden. Bis zum höchsten Berg des Toten Gebirges, dem Großen Priel mit seinen 2515 m. Er ist Luftlinie 180km entfernt. Ein beeindruckendes Naturerlebnis, welches noch von keinem Bauwerk getrübt wird. Der Rückweg führt uns auf dem "Lo1" hinab ins Tal. Das erste Stück des Abstiegs kennen wir bereits. Durch beeindruckenden Hochwald und auf einem mit Felsbrocken geschlichtetem Weg verlassen wir den Felsgrat, treffen auf einen Wendeplatz (km 5,8) und folgen weiter dem "Lo1". Bei einer Fortstraßenkreuzung (km 6,8), wechseln wir auf die Route "Lo2" welche uns auf einer bequemen Straße, zunächst sanft ansteigend, nach Osten bringt. Ca. 1,5km (km 8,4) weiter führt eine weitere Forststraße steil hinab, ihr folgen wir ca. 300m. Ein schmaler Pfad schleicht sich plötzlich links in den Wald hinein, weiter markiert mit "Lo2" und nach nicht einmal einem Kilometer auf diesem Steig erreichen wir wieder den Wanderparkplatz Altlohberghütte. (km 9,6) Je nach Anreise ist die eventuelle Schlussetappe zur Bushaltestelle nur noch ein Katzensprung. (km 10,1)




Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite



Länge ca.: 10,1km
Summe Steigungen: 518m
Höchster Punkt: 1293m

GPX-Datei zur Route:
27_Altlohbergh-Osser.gpx




Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
www.waldberge.de übernimmt keinerlei Haftung für Inhalt und Richtigkeit der Beschreibung, der Karte und der GPX-Datei.



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