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Übers G´senk zum Räuberversteck

Vom Ecker Sattel über Riedelstein und Steinbühler Gesenke zur Kötztinger Hütte und weiter
über den Kreuzfelsen, der Räuber Heigl-Höhle nach Schönbuchen

Ausgangspunkt ist der Ecker Sattel, der höchste Punkt der Staatstraße von Arrach nach Arnbruck. Idealerweise parkt man am Ziel in Schönbuchen, einem kleinen Ort nahe Grafenwiesen, ein zweites Fahrzeug für die Rückkehr.
Die Strecke ist durchgängig mit dem grünen Dreieck auf weißem Grund, dem Symbol des europäischen Hauptwanderwegs und dem Goldsteigzeichen markiert.
Nahe an der Talstation des Schlepplifts führt die Route nach Südwest, zunächst auf einer Forststraße. Erst nur leicht ansteigend geht es in Serpentinen nach oben. Am Kleinen Riedelstein vorbei, bringt uns dann ein Waldweg hinauf zum Großen Riedelstein (1133m) mit seinem Waldschmidtdenkmal (km2,5).
Es ist dem Heimatdichter Maximilian Schmidt (geboren 1832 in Eschlkam, gestorben 1919) zu ehren errichtet und 1909 eingeweiht worden. Vom Denkmal aus bietet sich eine imposante Rundumsicht. Knapp 1km bergab Richtung Westen erreichen wir anschließend die Rauchröhren (km 3,6). Die riesigen Felstürme haben glatte, steile Wände und der Überhang am Einstieg ist von all den Kletterrouten die hier angelegt sind, die schwierigste Route.
Der Name „Rauchröhren“ kommt aus der Zeit der Schwedenkriege. Die geschundene Bevölkerung verbarg sich in den Wäldern und konnte hier gefahrlos ein Lagerfeuer entfachen. Die hohen Felsen verdeckten den Feuerschein und der aufsteigende Rauch hatte sich bis er an der oberen Felskante war, genügend verteilt, um nicht aus der Ferne entdeckt zu werden. Die leichte Kletterei zwischen den Steintürmen ist gut machbar, es gibt aber auch eine Umgehung mit einem einfacheren Steig.
Der weitere Streckenverlauf durch das Steinbühler Gesenke hinüber zur Kötztinger Hütte zählt sicherlich zum schönsten Streckenabschnitt. Große Felsen über die der Weg am Grat entlang führt, ermöglichen immer wieder fantastische Ausblicke ins Zellertal und in den Lamer Winkel. Im leichten bergauf und bergab erreichen wir die Kötztinger Hütte (km 5,1), einer empfehlenswerten Einkehrmöglichkeit. Die jetzige Hütte wurde 1949 errichtet, nachdem der vorherige Bau gegen Ende des Krieges zerstört worden war. Ganz in der Nähe befindet sich das Bezirksehrenmal welches zusammen mit der ersten Hütte 1929 errichtet worden ist. Es erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Ca. 1,5km weiter Richtung Westen erreichen wir den Kreuzfelsen (km 6,7). Unter einem riesigen Kreuz , das erste wurde bereits 1867 an dieser Stelle errichtet, reicht der Blick weit hinab nach Bad Kötzting und ins Zeller Tal. Ca. 1,5km weiter Richtung Westen erreichen wir den Kreuzfelsen (km 6,7). Unter einem riesigen Kreuz , das erste wurde bereits 1867 an dieser Stelle errichtet, reicht der Blick weit hinab nach Bad Kötzting und ins Zeller Tal.
Ein paar Meter zurück führt dann die Route nach Süden, vorbei an steilen Felsen zu der versteckt liegenden Räuber Heigl Höhle. Der legendäre Räuber Heigl, Michael Heigl, wurde 1816 in Beckendorf nahe Bad Kötzting geboren , begann eine Schlosserlehre und verdiente später sein Geld als Hausierer. Allerdings ohne Gewerbeschein, wurde prompt verhaftet, floh und begann seine Raubzüge. Meist waren sein Opfer reiche Bauern und Geistliche. Nachdem sein Versteck 1853 verraten worden war, wurde er mit einem Aufgebot von 400 Gendarmen gefasst und inhaftiert. 1857 ist er im Gefängnis von einem anderen Häftling im Streit erschlagen worden.
Weiter bergab und nach weniger als 1,5km erreichen wir den Weiler Reitenberg (km 8,3) und nochmals knapp 2km weiter durch nicht mehr so steil abfallendes Gelände, sind wir am Ziel, in Schönbuchen (km 10,5).



Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite



Länge ca.: 10,5km
Summe Steigungen: 341m
Höchster Punkt: 1133m

GPX-Datei zur Route:
25_Kaitersberg.gpx





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
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