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Die klassische Route über acht Tausender:
Zum König des Bayerischen Waldes

vom Eck zum Arber

Der Ausgangsort, dieser bekannten Route ist der Ecker Sattel, nahe dem Großen Riedelstein. Man erreicht ihn mit dem PKW auf der Staatsstraße 2326 von Arnbruck oder von Arrach aus, braucht dann jedoch eine Rückkehrmöglichkeit vom Arber, bzw. Brennes, zurück zu seinem Fahrzeug. Eine Alternative bietet der öffentliche Nahverkehr an. So kann man mit dem Sumava Wanderbus (von Mitte Mai bis Ende Oktober; Mo - Fr; Juni - September auch sonntags) vom Bahnhof in Lam zum Ecker Sattel fahren, dort die Wanderung zum Arber unternehmen, weiter bis zum Brennes absteigen und von dort mit dem Linienbus nach Lam zurückfahren. Das Sumava-Ticket ist hierfür der günstigste Tarif.

Die Tour ist durchgängig vom Eck bis zum Großen Arber mit dem grünen Dreieck für den nördlichen Hauptwanderweg markiert und wurde bereits 1895 durch die Sektion Kötzting des Bayerischen Waldvereins angelegt. Ebenso ist die Strecke ein Teil des "Goldsteigs" mit dem entsprechenden Symbol.

Wir starten gegenüber und etwas unterhalb vom Gasthaus Eck, auf der Arnbrucker Seite des Sattels, Richtung Osten. Der Ecker Steig bringt uns auf steinigem Weg hinauf zum ersten der acht Tausender, dem 1062m hohen Mühlriegel (km 2,1). Weit reicht der Blick hinab ins Zellertal. Arber Am Fuß des Mühlriegels beginnt auch das Vogelschutzgebiet "Großer und Kleiner Arber mit Schwarzeck" welches die Kernlebensräume des Auerhuhns schützt. Das Verlassen öffentlicher Wege bzw. markierter Wanderwege ist vom 1. November bis 30. Juni hier nicht gestattet. Es folgt der erste kräftigere Anstieg hinauf zum Ödriegel auf 1155m (km 3,0) , hier wird der Wald schon lichter, Sturm Kyrill schuf diese Freiflächen im Januar 2007. Weiter geht's im leichten bergauf- und bergab zum Waldwiesmarterl auf 1139m (km 4,9) und der nächste Bergrücken ist das Schwarzeck mit 1235m Höhe. Nahe am Gipfel befand sich eines der höchstgelegenen Bergwerke Bayerns. Es wurde ab 1895 bis 1907 zunächst Quarz für die Glasherstellung abgebaut und ab dem Jahre 1938 versuchte man Feldspat zu gewinnen. 1957 wurde der Betrieb eingestellt. Ein alter Stollen ist für die Überwinterung von Fledermäusen gesichert worden. Nächste Etappenpunkte sind der Reischflecksattel und Heugstatt auf 1262m (km 8,4) bevor es hinauf geht zum Enzian mit 1285m Höhe (km 9,6). Auch hier hat Kyrill die Natur radikal verändert. War früher keinerlei Aussicht möglich, prägen heute weite, ausgeräumte Windwurfflächen den Gipfelbereich und weiter, bis hinüber zum Kleinen Arber (km 12,0), dem vorletzten der zu erklimmenden Tausender. Das Auerhuhn profitiert von diesen offen Flächen welche wir auf unserem Weg überqueren. Erst 85 Höhenmeter hinab und dann 183 steile Höhenmeter wieder hinauf, ehe wir am Gipfel des Kleinen Arber stehen (km 12,0) haben wir vor uns. Man könnte ihn auch links liegen lassen, ihn umgehen, außen herum zur Chamer Hütte gehen, aber das hat er nicht verdient, der Kleine Arber. Arber Der Abstieg zur Hütte welche der Schiklub Bodenmais bewirtschaftet, ist nicht weit. Nicht einmal ein halber Kilometer. Im Sommer ist sie von Mitte Juni bis Ende Oktober geöffnet und lädt uns zur Rast ein. Zunächst sanft abfallend führt uns der Weg von der Hütte weiter zu einer einsamen Waldwiese an deren Rand dann die Route nach rechts, Richtung Südost zu einer Forststraße schwenkt. Diese "zieht" sich dann hinauf, man kann viel zu weit schauen wie sie sich die Höhenmeter erkämpft. An einer Kehre verlassen wir die eintönige Straße (km 21,7) und etliche Stufen bringen uns dem Gipfelplateau des Großen Arber immer näher. Von der Kehre bis zum Gipfel sind es etwas mehr als 600m und fast 100 Höhenmeter! An einem Wegweiser nahe dem Richard-Wagner-Kopf verlassen wir den Goldsteig und folgen einem Pfad nach Norden zum "Kleinen Arbersee-Blick". Die Aussicht auf den See ist den kleinen Umweg allemal wert. Vorbei an den beiden Radomen der NATO-Station haben wir anschließend das Gipfelkreuz schon im Blick und dann den höchsten Punkt unserer Route, und des ganzen Bayerischen Waldes, erreicht. Bei schönem Wetter ist man nicht ganz allein auf dem Großen Arber mit seinen 1456 Metern, am späten Nachmittag wird es ruhiger. Der kürzeste Abstieg zum Brennes, wie die ebene Fläche am Fuß des Nordhangs genannt wird, führt zwischen Radarstation und Seeblick auf der Skipiste nach unten. Eine Einkehr in das Schutzhaus des Bayerischen Waldvereins oder in die Eisensteiner Hütte nahe der Bergstation der Gondelbahn ist aber auch verlockend. Entscheiden wir uns für eine Rast, so geleitet uns wieder der Goldsteig. Von den Gasthäusern bringt uns eine breite Schotterstraße Meter um Meter hinab ins Tal, den Goldsteig haben wir bereits verlassen, er führt weiter zum Großen Arbersee. Die Route führt zunächst direkt auf der im Winter als Skipiste genutzten Strecke, nach etwas mehr als einem halben Kilometer nimmt uns dann der Wald wieder auf. Steil geht´s bergab, nach einer Kehre wird es etwas knieschonender bis wir uns schließlich auf der Großen Arberebene befinden. Nur mehr mit leichtem Gefälle kommen wir noch am Gasthaus Sonnenfelsen (km 25,2) vorbei und ein bequemer Weg bringt uns schließlich zur Bushaltestelle und Parkplatz am Brennes (km 26,4).



Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite


Länge ca.: 26,4km
Summe Steigungen: 933m
Höchster Punkt: 1456m

GPX-Datei zur Route:
21_Eck-Arber.gpx





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
www.waldberge.de übernimmt keinerlei Haftung für Inhalt und Richtigkeit der Beschreibung, der Karte und der GPX-Datei.



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