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Steile Wand und weite Blicke

Oberfrauenau - Trinkwasserspeicher - Rachelwiese - Rachel - Oberfrauenau

Eine faszinierende Tour durch ein einmaliges, sich neu entwickelndes Urwaldgebiet, ist der Aufstieg zum Rachel oberhalb des Kleinen Rachelbaches, an der Nordseite des Berges. Schmale Steige, kräftige Anstiege und Natur pur laden zu einem besonderen Erlebnis ein. Wir starten in Oberfrauenau am Wanderparkplatz nahe dem Alten Schloß des Glashüttengutes derer von Poschinger, welches bereits um 1650 gebaut wurde. Eine bequeme, nach Norden führende Fortstraße bringt uns zunächst ohne große Steigung zum Trinkwasserspeicher (km 1,7). Von der etwas über 70m hohen Staumauer hat man einen imposanten Blick auf den 21,7 Mio. Kubikmeter fassenden See, der 1984 in Betrieb genommen wurde und dessen Wasser selbst noch den Landkreis Cham mit versorgt. Am südlichen Ende der Dammkrone führt nach einer Gedenkstelle ein kleinerer, wurzeliger Weg am See entlang oder man bevorzugt weiter die breite Forststraße, beide Routen bringen uns an das östliche Ende des Stausees und treffen dort wieder aufeinander. Wenig später kommt die nördliche Uferstraße linkerhand herauf (km 4,7). Wir gehen weiter nach Osten. Von rechts kommt eine Forststraße am Zaisenbach entlang herunter, wir behalten aber unsere Richtung bei und kurz vor dem Forsthaus Schachten, hier teilt sich die Straße erneut (km 5,8) schwenken wir nach rechts. Zuerst zweigt wieder eine Forststraße nach links ab und kurz darauf ein breiter Wanderweg, welchem wir folgen (km 5,9).
Waren die Höhenunterschiede bisher eher bescheiden, folgt nun der kräftige Anstieg hinauf zum Rachel. Zunächst führt uns der Weg fast gerade in die Höhe und schwenkt dann an einer Lichtung im rechten Winkel nach Südwest (km 7,0). Nur noch ein kleiner Steig bringt uns in Serpentinen Meter um Meter nach oben. Nach dem Zusammentreffen mit dem Hauptwanderweg (km 7,5), dessen Markierung uns nun bis zu unserem Ausgangsort begleiten wird, bieten sich weite Blick auf die Höhen der Schachten und nach Norden, hinüber zum Falkenstein. Der Borkenkäfer hat hier ganze Arbeit geleistet und nur wenige von den älteren Bäumen haben seinen Angriff Überlebt. Der neu aufwachsende Wald wird noch einige Zeit brauchen bis er den Hang wieder in seinem Besitz hat. An der Flanke des Hochruck entlang führt der Steig nach Süden. Kühn ist er in den steilen Hang gebaut. Eine felsige, glatte Passage ist mit einem Seil gesichert. Mehrmals überqueren wir die Zuläufe des Kleinen Rachelbachs und nach einer scharfen Kehre (km 8,6) und einem erneuten Richtungsschwenk geht es hinauf zur Rachelwiese (km 9,5). Der ehemalige Schachten, der höchstgelegene im Nationalpark, lädt zum Verschnaufen, aber auch das Waldschmidthaus ist nicht mehr weit entfernt und lockt mit einer Brotzeit (km 10,1). Der Gipfel des Großen Rachel ist noch einen halben Kilometer entfernt. Viele Stufen bringen uns hinauf zum höchsten Punkt unserer Tour, auf 1452m Höhe (km 10,5) und ein weiter Blick entlohnt uns für die Strapazen des nicht einfachen Aufstiegs. für den Rückweg müssen wir zunächst wieder zurück über das Waldschmidthaus zur Rachelwiese (km 11,6). Ein zunächst steilerer Wegabschnitt bringt uns schnell bergab, links vorbei am Gipfel des Kleinen Rachel, an dessen Felsen wir beim weiteren Abstieg ein kleines Kreuz entdecken können. Ein kleines Stück Forststraße, ein verwachsener kleiner Pfad, wieder ein Stück Forststraße und anschließend ein bequemer Weg, der Rachelsteig, welcher wieder mehr und mehr im Hochwald entlang führt, bringt uns zielstrebig nach unten. Kurz vor unserer Rückkehr zum Ausgangspunkt erreichen wir letztmals eine Forststraße (km 16,3) die uns zum Parkplatz bringt (km 18).



Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite


Länge ca.: 18km
Summe Steigungen: 712m
Höchster Punkt: 1453m

GPX-Datei zur Route:
20_Rachel-Nord.gpx





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
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