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Hart an der Grenze

Zwieslerwaldhaus - Ruckowitzschachten - Lackenberg - Falkenstein- Zwieslerwaldhaus

Ausgangspunkt für die Tour ist die Ortschaft Zwieslerwaldhaus in der Nähe der Stadt Zwiesel. Am Ortseingang stehen ausreichend Parkplätze (P1) zur Verfügung. Der Böhmweg führt uns zunächst sehr beschaulich, zwischen Siedlung und oberen Waldrand, bequem nach Norden zum Mittelsteigbach und dem Urwaldgebiet Mittelsteighütte. Hier treffen wir auf den mit dem grünen Dreieck auf weißem Grund markierten, europäischen Fernwanderweg E6, der in diesem Abschnitt mit dem Goldsteig identisch ist. (km 0,8) Diese Fläche ist schon seit 1939 Naturschutzgebiet und wurde 1997 mit in den Nationalpark integriert. Umgestürztes Totholz vermittelt die Dimensionen welche die Baumriesen hier haben. Der Mittelsteigbach begleitet uns anfangs, bleibt dann aber im Talgrund und der Weg steigt langsam aber kontinuierlich an. Zwei Forststraßen sind zu überqueren ehe wir auf die freie Fläche des Ruckowitzschachten treffen. (km 3,7) Die Ruckenwies, wie sie in den topografischen Karten auch bezeichnet wird, hat heute eine Fläche von 16,9 ha, um 1830 waren es noch ca. 30 ha. Bereits 1613 trieb der Bauer Lorenz Ayden Vieh auf den Ruckowitzschachten. Genutzt wurde die Waldwiese aber wahrscheinlich schon vorher. 1962 war die Beweidung eingestellt worden, aber seit 2014 sind wieder 6 Stück rotes Höhenvieh, den Sommer über, auf dem Schachten. Diese alte Rinderrasse, grast den Sommer über in einem eingezäuntem Bereich. Fünf Jahre lang soll, mit wissenschaftlicher Begleitung untersucht werden, ob so das wertvolle Borstgras wieder besser gedeiht. Weit reicht der Blick von der leicht geneigten Fläche hinüber zum Arber und ins Künische Gebirge mit Osser und Zwercheck und zum Špicak mit seinen Skipisten, im Böhmischen. Über den Schachten führt die Kiesbruchstraße welche wir nach Osten folgen und hier den markierten Weg verlassen. Nach knapp 300m vom Schachten aus, zweigt eine erste Forststraße nach rechts hinauf ab, wir folgen aber noch der ursprüngliche Richtung nach Osten bis wir zu einer weiteren Kreuzung kommen (km 5,1 ) und hier die rechte Straße bergauf nehmen. Bald verlassen wir den Wald und kommen in das Gebiet welches der Borkenkäfer und Sturm Kyrill geprägt haben. Erst gegen Ende des Lackenbergsteigs stehen wieder Bäume um die nassen Wiesen des Gipfelbereichs. (km 6,7) Hier gibt es im August botanische Kostbarkeiten, den Ungarische Enzian, zu entdecken. Direkt über den Gipfel des 1336m hohen Berges führt die deutsch-tschechische Landesgrenze. Der Rückweg ist bis zum Ruckowitzschachten identisch mit dem Aufstieg. Am Schachten treffen wir wieder auf den Goldsteig der uns über die Weide hinauf führt. Nach einem steileren Anstieg treffen wir auf das Plateau des Ruckwiesbergs. Auch hier hat Strum Kyrill 2007 zugeschlagen, wie man im extra angelegten Windwurf-Weg eindrucksvoll erkennen kann. (km 10,9) Der weitere Wegverlauf hinauf zum Großen Falkenstein mit seinen 1315m ist moderat, die größten Steigungen haben wir bereits überwunden. Am Gipfel erwartet uns ein großartiger Ausblick hinunter ins Zwiesler Tal und an klaren Tagen bis in die Alpen. (km 12,1) Das gemütliche Schutzhaus lädt zu einer Rast ein. Der Abstieg führt uns auf der Wanderlinie Eibe zunächst auf der Forststraße nach unten, aber bereits nach ca. 350 m zweigt ein steiniger Pfad nach links ab, (km 12,5) hinunter zum Kleinen Falkenstein (km 13). Der kurze Aufstieg auf die Felsnase mit freier Sicht lohnt sich! Früher führte der Steig weiter über die Steinbachfälle, welcher jedoch vor allem bei Frost nicht ungefährlich war. Er darf heute nur noch im Zeitraum von 15.07 bis 15.11 benutzt werden. Die markierte Route ist nun der Adamweg. In einem weiten Bogen bringt uns dieser, durch herrlichen Hochwald sicher ins Tal. (km 16,5)

Das benutzen der nicht markierten Wege in der Kernzone des Nationalparks (Aufstieg zum Lackenberg)
ist nur in der Zeit vom 15.07 bis 15.11 gestattet.
Weitere Info: Einschränkung des Betretungsrechts im Nationalpark "Bayerischer Wald"




Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite


Länge ca.: 16,4km
Summe Steigungen: 786m
Höchster Punkt: 1336m

GPX-Datei zur Route:
19_Lackenberg-Falkenstein.gpx





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
www.waldberge.de übernimmt keinerlei Haftung für Inhalt und Richtigkeit der Beschreibung, der Karte und der GPX-Datei.



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