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Zur Quelle der Mutter aller böhmischen Flüsse

Finsterau - Moldauquelle - Buchwald / Bučina - Fürstenhut / Knížecí Pláně - Finsterau

Unser Ausgangspunkt liegt bereits auf einer Höhe von über 1000m ü. N.N. in Finsterau beim Parkplatz Wistlberg, welcher sich auch gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichen lässt. Der Ort Finsterau wurde 1704 gegründet und liegt am Golden Steig. Der berühmte Handelsweg, über welchen reger Handel mit Salz nach Böhmen und Korn nach Bayern getrieben wurde, erlebte im 16. Jahrhundert seine Blütezeit. Er führte von hier weiter bis Bergreichenstein.
Ein kleiner Steig, hier am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald, führt uns zur 1127 m hoch gelegenen Reschbachklause, unserem ersten Etappenziel. Der Weg ist mit dem Symbol "Wasseramsel" markiert. Die Schwelle wurde 1860 errichtet und hat eine Fläche von ca. 0,8 ha. Mit ihrem Wasser wurde der damalige Holzreichtum der Gegend abtransportiert. 1976 wurde sie als Kulturdenkmal von der Nationalparkverwaltung renoviert.
In der Umgebung hat der Borkenkäfer ganze Arbeit geleistet aber der nachwachsende, neue, wilde Wald hat schon wieder eine beruhigende Größe. Nach dem kleinen Stausee folgt ein erster Größerer Anstieg hinauf zur Grenze. Ein Aufstieg zum Siebensteinfelsen auf 1263 m bietet sich an, man kann den Gipfel aber auch seitlich umgehen und trifft dann auf die Abzweigung ins Böhmische hinein. Die Markierung weiß-gelb-weiß bringt uns zunächst auf einem Waldweg und anschließend zielstrebig mit einer breiten Forststraße zur Moldauquelle. Die Straße ist zusätzlich mit dem Symbol weiß-rot-weiß markiert. Von der Grenze bis zur Quelle sind ca. 1,5km zurückzulegen. Der in Stein Gefasste Brunnen, welcher auf einem Bohlenweg umrundet werden kann, ist nur ein symbolischer Ort, wie es František Krejčí, der damalige Direktor des Nationalparks Sumava, ausdrückte. Die Moldau wird aus hunderten kleiner Quellen hier am Fuß des Černá hora gebildet, von denen man bei einigen das Wasser hier her leitet. Eine dieser vielen Quellen wurde 2010 mit einem Bohlensteg erschlossen und führt auf Stelzen zu einem rund 800 Jahre alten verschütteten mittelalterlichen Bergwerksstollen aus welchem stetig silberhaltiges Wasser plätschert. Die Moldauquelle gehört zu einem der meist besuchten Orte im Böhmerwald und wird jedes Jahr von mehr als einer halben Million Touristen besucht.
Ein Stück weit müssen wir wieder zurück, bis zu jener Stelle bei der wir nach dem Grenzübertritt auf die breite Forststraße gestoßen sind, ihr folgen wir nun weiter Richtung Süden nach Buchwald / Bučina mit Markierung weiß-rot-weiß. Das Dorf bestand ehemals aus 26 Häusern entlang der Straße von Finsterau nach Kvilda. Nach dem Krieg war das Gebiet Sperrzone und die Häuser wurden mit Ausnahme des Hotels 1956 abgerissen. Das Hotel wurde 2006 renoviert, bzw. neu errichtet und lädt zur Einkehr. Ein kleines Stück folgen wir dem Weg zur Grenze, schwenken dann aber nach links und folgen weiter dem weiß-rot-weiß markierten Pfad durch die traumhaften Wiesen. Aufgrund der lange Zeit fehlenden, bzw. jetzt extensiven Bewirtschaftung, konnte sich eine Artenvielfalt entwickeln, welche ihres gleichen sucht. Im Frühjahr bildet vor allem das Knabenkraut, eine einheimische Orchideenart, einen besonderen Farbtupfer in der grünen Pracht. Nach ca. 2,5km sind wir am Standort der ehemaligen Ortschaft Fürstenhut / Knížecí Pláně. Das Dorf entstand um das Jahr 1792, aber außer dem Friedhof, welchen die ehemaligen Bewohner 1992 sanieren durften, ist nichts übriggeblieben. Die Siedlung bestand einmal aus 70 Gebäuden und hatte 500 Bewohner. Bis zur ausgeschilderten Abzweigung zum Friedhof folgten wir bisher immer der weiß-rot-weißen Markierung. Zu unserem letzten Etappenziel, einem im Stil der Böhmerwaldhäuser neu errichtetem Gasthaus, folgen wir nicht ganz einen Kilometer den weiß-blau-weißen Streifen. zurück geht's anfangs auf gleicher Strecke bis zur Abzweigung zum Friedhof. Dort nehmen wir dann den Weg mit den weiß-gelb-weißen Streifen, dem wir bis zur Staatsgrenze folgen. Von dort bringt uns ein Radweg nach ca. 2,5km wieder zurück zum Ausgangspunkt. Alternativ bietet sich noch der Besuch der Teufelsbachklause mit anschließendem Aufstieg bis zum Grenzübergang Bučina und die Rückfahrt mit dem Igelbus an.(km 19,8)




Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite


Länge ca.: 19,8km
Summe Steigungen: 480m
Höchster Punkt: 1260m

GPX-Datei zur Route als Zip-File zum download:
15_Finsterau-Bucina.zip





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
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