waldberge.de
Home>Zwirenzel und Umgebung


Auf verschwiegenen Pfaden um Geigant

Geigant - Zwirenzel - Eschlmais - Arberblick - Kathlfelsen - Geigant

Wir starten in Geigant bei der Turnhalle, Parkplätze sind hier ausreichend vorhanden. Die Route ist bis zum Gipfel des Zwirenzel mit Gei 1 markiert. Nur ein kurzes Stück gehen wir an der Straße Richtung Waldmünchen entlang und biegen unterhalb vom Friedhof, nach rechts in einen Feldweg ab. Leicht ansteigend, an einem kleinen Waldstück vorbei geht es stetig bergauf. Nach nicht ganz einem Kilometer erreichen wir den Waldrand. (km 0,9) Der Weg wird nun zunehmend steiler und anspruchsvoller. Im Gipfelbereich erreichen wir ein kleines Plateau mit Bänken und Tischen und das Gipfelkreuz ist etwas versteckt im Südwesten. (km 1,6) Die letzten Felsen sind gleich überwunden und die Aussicht fantastisch. An seltenen Tagen mit Föhnlage sieht man von hier bis zum Wilden Kaiser, über 200km weit!
Unter uns liegt Geigant, der Bleschenberg in Richtung Südwest und der Schwarzwihrberg im Nordwesten. Dort waren überall stolze Ritter zu Hause. Die imposante Burgruine am Schwarzwihrburg ist noch gut erhalten, am Bleschenberg sind nur noch Grundmauern der kleinen Kirche zu sehen und in Geigant sind alle Reste des ehemaligen Landsassengutes verschwunden.
Direkt am Aussichtspunkt errichtete 1964 Alf. Zankl ein Gipeflkreuz, es wurde 1988 von den Sportfreunden Hohenstein renoviert. Die in den Stein ge- hauenen Herzen und Initialen am Gipfelfelsen und die vielen Schnitzereien an den großen Buchen rundum belegen die vielen Liebespaare, welche diesen romantischen Ort gerne besuchen. Wir müssen zurück bis zu den Tischen und Bänken und halten uns dann Richtung Norden, dem Zwirenzel-Gipfel-Rundweg folgend. Am nördlichen Aussichtspunkt können wir bei guter Sicht bis zum Frauenstein im Landkreis Schwandorf und dem Hirschenstein bei unseren böhmischen Nachbarn sehen. (km 1,8) Auch auf diesen Bergen waren einst stolze Burgen. Wieder geht´s ein kurzes Stück zurück, dann nach Osten leicht bergab und wir befinden uns nun auf einem etwas breiteren Weg, markiert mit G8, welcher vom Zwirenzel nach Gleißenberg führt.
Nach ca. 1 km vom Aussichtspunkt treffen wir auf eine an den Wald heranreichende Wiese. An deren Rand führt der Weg rechts, bergab nach Machtesberg. (km 3,2) Dort überqueren wir die Hauptstraße und folgen weiter dem G8 in südliche Richtung. Bald ist unser Weg identisch mit dem Gei4 und dem Pandurensteig. Dem Pandurensteig bleiben wir bis zum Rosshof treu. Durch schattige Buchenwälder am Westhang des hinteren Hieners entlang, vorbei an einem Brunnen, welcher zur Erfrischung einlädt. Der Wald wird bergab etwas lichter, Gebäude vom unteren Roßhof sind zu erkennen und schließlich kommen wir auf eine große, freie Fläche mit ein paar Häusern und einer geteerten Straße, welche die Wiesen teilt. Wir folgen ihr bergauf bis zum höchsten Punkt und schwenken an einer Kreuzung, direkt nach Süden, Richtung Waldrand. (km 6,0) Wir bleiben auf der breiten Forststraße und gehen Richtung Gleißenberg, stetig bergab. Ein Marienbild an einer Buche, etwas versteckt, da relativ weit oben angebracht, am linken Straßenrand, ist das Einstiegszeichen zu einem kleinen und unscheinbaren Weg, welcher sich gegenüber, in den Wald schleicht. (km 6,4)
Der alte Jägersteig von 1921 führt uns vorbei an der Döttenbrunnerwand, einem beliebtem Kletterfelsen, mit immerhin 17 m Höhe und weiter auf dem immer weniger sichtbar werdenden Steiglein. Durch neu angelegte Rückegassen ist es schwierig geworden, den auf annähernd gleicher Höhe verlaufenden Weg, zu finden, bzw. ihn nicht zu verlieren. Gegen Ende des kleinen Pfades ist es besser, ihn nicht bis zum Schluß zu folgen, sonder zur Forststraße abzusteigen. Hier verläuft der Wanderweg Gei5. Er führt uns zum südlichsten Punkt unserer Wanderung, der Hansenkapelle. (km 9,0) Sie wurde 1993 von den Geschwistern Ruhland erbaut und auch hier bietet sich ein guter Ausblick. Weiter geht's auf dem Gei5 nach Norden und nach knapp einem Kilometer weist ein kleines Schild zum Arberblick. (km 10,2) Wir verlassen die Forststraße und sind nach 200m an dem markanten Aussichtspunkt. Der Blick reicht weit. Osser, Zwercheck, Arber und Hohenbogen bilden ein beeindruckendes Panorama. Der Hohenbogen bekam seinen Namen von den Grafen von Bogen jenem Geschlecht durch welches Bayern zu seinem Rautenwappen kam. Zurück zur Forststraße folgen wir dem gleichen, kleinen Pfad auf dem wir unseren Abstecher begonnen haben. Ein Stück die Forststraße bergab und dann nach rechts, der Kathlfelsen ist unser nächstes Ziel. Der Felsen hat seinen Namen von der unglücklichen Katherina welche sich hier das Leben nehmen wollte. (km 10,9). Im Westen erkennt man den Schwarzwihrberg mit seiner mächtigen Burg auf der in alten Zeiten Heinrich von Guttenstein sein Unwesen trieb, der mit seinen Raubzüge die Gegend verunsicherte. Der den Bogen überspannte als er sich mit der Reichshauptstadt Nürnberg anlegte und in Folge seine Burg auf dem Schwarzwihrberg 1509/10 mitsamt dem ganzen Landstrich, einschließlich des Waldmünchener Landes, verkaufen musste.
Ein paar Meter müssen wir wieder zurück und dann fast im rechten Winkel nach rechts. Ein kleines Steiglein bringt uns zur Forststraße hinab. Gleich nach wenigen Schritten zweigt hier ein Weg nach links ab und wir verlassen die Straße wieder. Wieder überqueren wir die breite Wiese und folgen zunächst dem gleichen Weg auf dem wir gekommen sind. Wenige Meter nach dem gegenüberliegenden Waldrand, nach einer etwas versteckt liegenden Scheune unterhalb der Straße, führt der Weg hinab zum Unteren Roßhof. Etwas mehr als ein halber Kilometer steigen wir ab und erreichen bereits die ersten Häuser von Geigant. Nun ist es nicht mehr weit, der Kirchturm weist uns sicher den Weg zur Hauptstraße, welche uns zum Ausgangspunkt führt. (km 14,4)




Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite


Länge ca.: 14,4km
Summe Steigungen: 408m
Höchster Punkt: 746m

GPX-Datei zur Route als Zip-File zum download:
01_Zwirenzel-Hiener.zip





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
www.waldberge.de übernimmt keinerlei Haftung für Inhalt und Richtigkeit der Beschreibung, der Karte und der GPX-Datei.



>zum Seitenanfang