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Markante Felsenriffe über dem Kloster Rotter Wald

Von den Einödhöfen im Lamer Winkel zum Ödriegel

Unser Ausgangspunkt für die Wanderung ist nahe dem Waldbauernhof Vorderöd. Ihn erreicht man auf einer kleinen, sich windenden Straße, welche gegenüber vom Bahnhof im Markt Lam zunächst Richtung Lissen ausgeschildert ist. Schon auf der Hochebene, auf nahezu 800 Meter Höhe, bei jener Stelle an der die Straße nach Trailling im rechten Winkel nach Vorderöd abzweigt, ist Platz genug um eine Parkmöglichkeit zu finden.
Leicht bergab, über die weiten Wiesen welche als Viehweide genutzt werden, kommen wir rasch zum Hof der Familie Ludwig Frisch: Vorderöd. Das Wappen des Hofs wurde bereits mit Brief und Siegel am 11. Januar 1540 eingetragen. Im 16. Jahrhundert von Plündernden zerstört, ist das Anwesen später wieder aufgebaut und weiter bewirtschaftet worden. Geradeaus weiter, die Forststraße entlang begleitet uns die Markierung La06 hinauf in den Kloster Rotter Wald. Der Name beruht auf einer Schenkung welche der damalige Regensburger Bischof Heinrich 1279 dem Kloster Rott am Inn hat zukommen ließ. Bei einer Abzweigung halten wir uns links, bergwärts zu und gewinnen zunehmend an Höhenmeter. Am Ende der Forststraße führt leicht bergab ein Waldweg weiter und trifft auf die Markierung Ar01 welche von Arrach heraufkommt. Zusammen mit dem La06 bringt uns die Route zum Ecker Sattel (km 4,4).
Brachte uns die Wanderung bislang nach Westen schwenken wir nun nach Ost und folgen dem Goldsteig in Richtung Arber. Die Höhenlinien auf der Karte sind dicht an dicht hinauf zum 1079 Meter hohen Mühlriegel mit seinem mächtigen Gipfelkreuz (km 6,4). Weit geht am Gipfel der Blick hinab ins Zellertal. Auf einen nahezu ebenen Abschnitt folgt ein steilerer Anstieg, hinauf zum Ödriegel mit seiner markanten Felsformationen auf 1154 Meter Höhe (km 7,3). Der nun folgende, sturmgeschädigte Abschnitt bringt uns im leichten bergauf - bergab hinüber zum Waldwiesmarterl. Der Wald braucht in diesen Höhenlagen noch Zeit um sich zu erholen, Büsche haben noch die Oberhand.
Beim Marterl verlassen wir den Goldsteig (km 9,2). Hinab ins Tal bleibt uns aber die Markierung La06 weiter treu. Vor allem noch vor der Querung der Forststraße sind auffällig viele helle Steine auf dem Weg verteilt. Sie stammen noch aus der Zeit, als am nahen Bergwerk Schwarzeck noch reger Betrieb herrschte und die Mineralien auch hier zu Tal gebracht wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dort Quarz für die Lohberger Glashütte abgebaut, ab 1957 versuchte sich der „Hirschenwirt“ Georg Sperl im Abbau von Feldspat in einem der höchstgelegenen Bergwerke Bayerns. Nach dessen Tod wurde der unrentable Betrieb wieder eingestellt.
Knapp zwei Kilometer vom Waldwiesmarterl entfernt wird aus dem Waldweg eine breite Forststraße und wir erreichen den Hof Hinterwaldeck (km 11,3). Bereits 1555 hatte das Kloster Rott am Inn das Gebiet an die Familie Frisch verkauft. Wir verlassen die Markierung La06 und folgen nun der La07 ein paar Meter auf der Teerstraße bergab. Unterhalb einer sanften Kurve zweigen wir wieder auf einen Waldweg ab. Nach der Überquerung eines kleinen Bachlaufs mit anschließendem kurzem, aber steilen Anstieg, stehen wir vor einer eingezäunten Viehweide des Veitbauern. Durch ein kleines Tor führt der Pfad weiter über die Weide, welche wir durch ein zweites wieder verlassen können. Die Aussicht auf das gegenüberliegende Künische Gebirge ist gigantische. Osser und Zwercheck dominieren. Auch dieser Hof wurde, wie die beiden anderen in der Zeit der Hussitenkriege zerstört, der Wiederaufbau hier, wird um 1502 bis 1507 erwähnt.

Kurz nach dem Hof zweigt ein Weg von der breiten Fahrstraße ab und führt, leicht ansteigend, wieder hinauf nach Vorderöd. Von hier ist es nur noch ein kleines Stück bis zu unserem Ausgangspunkt (km 13,2).




Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite


Länge ca.: 13,2 km
Summe Steigungen: 602 m
Höchster Punkt: 1142 m

GPX-Datei zur Route:
07_Oedriegel.gpx





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt.
Teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
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der Beschreibung, der Karte und der GPX-Datei.



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