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Osserwiese



Osserwiese

Die ehemalige Waldweide unter dem Kleinen Osser hat sich längst von einer, wahrscheinlich im 17. Jahrhundert angelegten Kulturlandschaft, zu einem einmaligen Naturschatz entwickelt.

Die Aussicht in den Lamer Winkel, hinüber zum Arber-Kaitersberg-Kamm und bis hin zum Großen Priel in Oberösterreich, fasziniert jeden Wanderer.

In den 1990er Jahren war angedacht die Osserwiese zusammen mit den beiden markanten Ossergipfeln und dem Hochwald bis zum Zwercheck, in das Naturschutzgebiet Osserwald, mit 388 ha zu überführen, da es als landesweit bedeutsam eingestuft wurde. Umgesetzt wurde die Einstufung der Osserwiese als FFH-Gebiet mit 9,73 ha.

Gelegen im Gemeindegebiet Lohberg, schmiegt sich die Osserwiese von ca. 1130 m ü.N.N bis ca. 1200 m an den Bergrücken hinauf zum Kleinen Osser.

Bis 1951 wurde das Jungvieh der Thürnsteiner Bauern hier herauf gebracht um die Weiden im Tal zu schonen, um den Wintervorrat leichter anlegen zu können. Und wie in alter Zeit, teilt sich auch heute noch eine Eigentümergemeinschaft den Grundbesitz.

Auch in der Literatur wird die Osserwiese erwähnt. Der Schriftsteller Hans Watzlik (1879 - 1948) beschreibt in seiner Erzählung "Die verlorene Herde" wortgewaltig die unheimlichen Geschichte eines alten Hirten welcher auf der Osserwiese das Vieh beaufsichtigt und was sich mysteriöses hinter dem Alten verbirgt. Die Novelle ist im Buch "Im Ring des Osser" enthalten, welches bereits 1913 erschien.

Heute wird durch Pflegemaßnahmen des Naturparks Oberer Bayerischer Wald der offene Charakter der Fläche bewahrt. In den 1990er-Jahren und zuletzt im Jahre 2010 wurde aufkommender Baumbestand von Hand wieder entfernt.



Infotafel auf der Osserwiese
Herausgeber: Landratsamt Cham, Naturpark
mit freundlicher Genehmigung durch Anette Lafaire / Naturpark Oberer Bayerischer Wald

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